Ein Besuch der LG Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen in Gotha.
„Es ist im Grunde nur schwer zu verstehen: Kunst und Kultur waren in Gotha immer zuhause – früher wie heute; es weiß nur keiner!“ Knut Kreuch ist Oberbürgermeister der Stadt, die er die „Unentdeckte“ nennt.
Auf Initiative der Landesgruppe Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen im BdP hatten sich am 5. November der Direktor für Kommunikation, Dr. Roland Krischke und der Feuilletonist der Thüringischen Landeszeitung (TLZ), Dr. Wolfgang Hirsch dem OB angeschlossen und mit rund 50 Besuchern im „Museum der Natur“ eine Diskussion über die Interdependenz zwischen Politik und Kultur geführt.
Erstaunliches kam ans Tageslicht: Nicht so sehr die Schwierigkeit des OB als Stadtoberhaupt und gleichzeitig als Vorsitzender des Stiftungsrates Schloss Friedenstein in der ständigen Bredouille zu sein, nicht genehmigen zu können, was dringend erforderlich wäre; und auch nicht so sehr das Feilschen um Zuschüsse, aus verschiedensten Quellen und natürlich von der Regierung aus Erfurt.
Nein. Eher, dass Namen wie Seetzen, Sven Hedin und natürlich Perthes, der bedeutende Landkarten-Verlag, ganz eng mit Gotha verbunden sind: Für Einige war neu, dass beispielsweise Sven Hedin von Gotha aus den Auftrag für seine Expeditionen erhalten hatte und dass Seetzen, ganz im Sinne seiner Gothaer Auftraggeber ein bis dahin noch nie gelebtes Wagnis unternahm und als „Ungläubiger“ unter Einsatz seines Lebens verkleidet eine Hadsch begleitete.
Am Ende des Nachmittags war immer mehr Stolz aus den Beiträgen herauszuhören – Stolz, in einer Stadt zu leben, die so viel Werte hervorgebracht hat und die heute „unter Wert“ verkauft würde. „Wir sollten uns nicht damit begnügen, dass sich hier der Hochadel aus Großbritannien, Schweden, Dänemark und anderen europäischen
Ländern die Klinke in die Hand gibt“ erklärte Kreuch. „Die Bürger wissen kaum etwas über uns und nehmen uns zu wenig wahr. Das muss und das wird anders werden – auch mit der Hilfe des BdP!“
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„Es ist im Grunde nur schwer zu verstehen: Kunst und Kultur waren in Gotha immer zuhause – früher wie heute; es weiß nur keiner!“ Knut Kreuch ist Oberbürgermeister der Stadt, die er die „Unentdeckte“ nennt.
Auf Initiative der Landesgruppe Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen im BdP hatten sich am 5. November der Direktor für Kommunikation, Dr. Roland Krischke und der Feuilletonist der Thüringischen Landeszeitung (TLZ), Dr. Wolfgang Hirsch dem OB angeschlossen und mit rund 50 Besuchern im „Museum der Natur“ eine Diskussion über die Interdependenz zwischen Politik und Kultur geführt.
Erstaunliches kam ans Tageslicht: Nicht so sehr die Schwierigkeit des OB als Stadtoberhaupt und gleichzeitig als Vorsitzender des Stiftungsrates Schloss Friedenstein in der ständigen Bredouille zu sein, nicht genehmigen zu können, was dringend erforderlich wäre; und auch nicht so sehr das Feilschen um Zuschüsse, aus verschiedensten Quellen und natürlich von der Regierung aus Erfurt.
Nein. Eher, dass Namen wie Seetzen, Sven Hedin und natürlich Perthes, der bedeutende Landkarten-Verlag, ganz eng mit Gotha verbunden sind: Für Einige war neu, dass beispielsweise Sven Hedin von Gotha aus den Auftrag für seine Expeditionen erhalten hatte und dass Seetzen, ganz im Sinne seiner Gothaer Auftraggeber ein bis dahin noch nie gelebtes Wagnis unternahm und als „Ungläubiger“ unter Einsatz seines Lebens verkleidet eine Hadsch begleitete.
Am Ende des Nachmittags war immer mehr Stolz aus den Beiträgen herauszuhören – Stolz, in einer Stadt zu leben, die so viel Werte hervorgebracht hat und die heute „unter Wert“ verkauft würde. „Wir sollten uns nicht damit begnügen, dass sich hier der Hochadel aus Großbritannien, Schweden, Dänemark und anderen europäischen
Ländern die Klinke in die Hand gibt“ erklärte Kreuch. „Die Bürger wissen kaum etwas über uns und nehmen uns zu wenig wahr. Das muss und das wird anders werden – auch mit der Hilfe des BdP!“
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